Wie war es mal live dabei zu sein und die Klassenräume zu bauen?

 


Als das Hausprojekt fertig war, war schon klar, dass ich im Sommer nach Ghana fliegen werde, um mir die Projekte live anzusehen. Dabei habe ich Abraham dann gefragt, ob wir nicht ein kleines Projekt machen können, wenn ich da bin. Dann hatte er mir von dem Shelter erzählt, dass sein Vater gegründet hat. Ich kannte ihn schon, doch wusste nicht, dass dort sehr viel fehlt. Abraham wollte es mir nicht von Anhieb sagen, denn er wollte mich nicht überlasten. Dann hat er mir Videos und Fotos von den Klassenräumen geschickt. Diese waren kaputt und die Kinder konnten darin nicht mehr vernünftig lernen, da es in Einsturzgefahr ist. Er hatte mir das ca. 4 Wochen bevor ich nach Ghana gegangen bin gesagt und ich dachte nur: fuck wie kriege ich so schnell wie möglich so viel Geld zusammen. Ich wusste es nicht, doch dann hat sich so ein Zufall ergeben und darüber war ich so froh. Ich habe in der Zeit in einem Biergarten gearbeitet und ich hatte dem Besitzer von meinen Projekten erzählt und er hatte mir einen super Vorschlag gemacht. Ich durfte dort Cocktails verkaufen und der Erlös ging in meine Hilfsprojekte. So konnte ich in kurzer Zeit viel Geld zusammen bekommen. Ich muss aber auch sagen, dass der Besitzer vom Biergarten wirklich sehr viel Geld und Materialien gespendet hat. Also ohne ihn und seine Idee wäre das gar nicht möglich gewesen.
Nach den 4 Wochen bin ich dann mit ca. 4000 Euro nach Ghana gereist, um die Klassenräume zu bauen.
Es war wirklich mal anders, dabei zu sein bei allem und zu sehen wie dort gearbeitet wird, denn das habe ich nie wirklich mitbekommen. Es war natürlich auch ganz anders als ich das von Deutschland kenne.
Es wurde alles mit der Hand gemacht, es wurde einfach gebaut ohne einen wirklichen Plan und Pünktlichkeit gibt es in Ghana nicht (passt zu mir, bin ich nämlich auch nicht:D). Und ich habe gesehen, wie Abraham alles managt und wie gut er seine Arbeit macht. Ohne ihn wäre ich aufgeschmissen, denn ich spreche die Sprache nicht, ich kenne die Preise nicht, ich weiß nicht was man alles braucht. Außerdem habe ich gemerkt, dass wenn er einmal nicht da ist, es auch nicht läuft. Er muss alles ansagen, sonst läuft nichts. Da habe ich nochmal gemerkt, dass es seine Arbeit wirklich sehr gut macht.
Ich habe aber auch gemerkt, dass unsere Arbeiter wirklich harte Arbeit leisten. In der prallenden Sonne harte körperliche Arbeit stundenlang. Ich habe mal versucht wirklich mitzuarbeiten wie sie, doch ich bin gescheitert. Klar habe ich geholfen aber nicht die ganze Zeit. Also wirklich: Hut ab.
Die Klassenräume sind leider noch nicht fertig, da das Geld fehlt. Wir haben unseren Bau gerade gestoppt und warten auf Spenden. Ich hoffe das passiert bald, denn dann plane ich wie die Kinder auch noch besser lernen können, als sie es jetzt tun, denn der Lernstand ist noch nicht gut.
Doch step by step. Erst müssen wir den Bau fertig bekommen, dann das Gebäude anmalen, mobilisieren und dann kann man sich erst um das Lernkonzept kümmern. In der Vereinsarbeit habe ich auch gelernt, dass es besser ist eines nach dem anderen zumachen, anstatt alles auf einmal, denn dann kommt man zu nichts.
Ich fand es wirklich schön mal live dabei zu sein und mit Abraham zu arbeiten. Ich freue mich jetzt öfter dabei zu sein und mal alles zu sehen was wir erreichen.
Abrahams Gedanken:
MY EXPERIENCE WITH LIDIA ON THE CLASSROOM PROJECT.
The classroom project is the first project Lidia and I did together so far since we started this organization. I felt much more comfortable that she was here and knew all what was going on. We worked together as a team and we went to the projects together. It was a beautiful experience for both of us.

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